Verführung, Strategie und Reife, Teil 1
Wie unterscheiden sich Männer beim Thema Anziehung und Verführung?
Männer können genauso komplex und kompliziert sein wie Frauen. Wir tun nur gerne so, als wären wir es nicht, weil wir nicht als “kompliziert” oder “emotional” gelten wollen. Die Wahrheit ist: Wir können mindestens so wankelmütig und unentschlossen sein wie ein Teenager im Gefühlschaos.
Wer als Mann in Sachen Dating und Anziehung reifen will, muss ehrlich einschätzen können, wo er emotional steht: bei seinen Fähigkeiten, seinen Überzeugungen und bei der Frage, wie viel er bereit ist zu investieren.
Unsere neue Serie stellt die grundlegenden Entwicklungsstufen vor, die Männer beim Dating durchlaufen. Nutze diese Einteilung, um deinen eigenen Stil ehrlich einzuordnen. Und falls dir nicht gefällt, wo du gerade stehst: Du erfährst auch, wie du deine Herangehensweise veränderst, um in die nächste Stufe aufzusteigen.
Ich weiß, dass nicht jeder mit diesen Kategorien komplett einverstanden sein wird. Aber versuch zu verstehen, warum es sie gibt: Sie sollen dir helfen, dich weiterzuentwickeln und beim Kennenlernen endlich die Ergebnisse zu bekommen, die du dir wünschst.
Welche Stufen gibt es?
Stufe 1: Der Abwarter
Der Abwarter zeichnet sich durch seine konsequente Weigerung aus, irgendetwas zu unternehmen, das auch nur entfernt mit Flirten zu tun hat. Daher der Name.
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Er glaubt, dass Anziehung und Chemie “einfach passieren” müssen und man nichts tun kann, wenn es zwischen zwei Menschen nicht sofort funkt.
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Er ergreift nie die Initiative, aus Angst vor negativen Konsequenzen. Die Folge: Frauen verlieren das Interesse an ihm, selbst wenn er eigentlich gut aussieht oder unterhaltsam erzählen kann.
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Er findet, es sei allein Sache der Frau zu entscheiden, ob aus einer Begegnung mehr wird.
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Er gibt beim ersten Anzeichen von Ablehnung sofort auf und fühlt sich nach jedem Abend emotional ausgelaugt, weil er wieder einen “kompletten Fehlschlag” erlebt hat.
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Er hat keine Ahnung, wo er Frauen kennenlernen könnte, es sei denn, der Zufall spielt ihm eine Begegnung zu oder jemand verkuppelt ihn.
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Der Abwarter wartet leidenschaftlich gern auf eine Reaktion, auch wenn er selbst nie eine Aktion gestartet hat.
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Der beste Freund des Abwarters ist die Einsamkeit, aus naheliegenden Gründen.
Stufe 2: Der Gelegenheits-Romantiker
Wie jeder Hobby-Bastler widmet sich der Gelegenheits-Romantiker seinem Thema nur sporadisch. Er interessiert sich halbherzig für Frauen und wird nur dann aktiv, wenn ihn die Einsamkeit gerade besonders drückt. Dann sucht er nach einer Partnerin, die seine Seele aufwärmen soll, meist ohne nennenswerten Erfolg.
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Er versucht zwar, Frauen kennenzulernen, hat aber keinerlei Plan. Er will einfach nur dort sein, wo Frauen sind, und hofft, dass irgendetwas von allein passiert.
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Sein Hauptantrieb ist Einsamkeit, und bei Dates schwingt eine Portion Verzweiflung mit. Diese Grundhaltung schadet ihm massiv, weil er dazu neigt, seinem Date in allem zuzustimmen, nur um zu gefallen.
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Wegen seines schwankenden Selbstbewusstseins und seiner Selbstzweifel schafft er es nicht, seine besten Seiten zu zeigen. Wenn eine Frau ihn dann nicht attraktiv findet, rutscht seine Stimmung noch weiter in den Keller.
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Er hat durchaus starke Momente und gibt sich Mühe. Aber ohne System bleibt jede Begegnung ein Blindflug nach dem Prinzip Versuch und Irrtum. Irgendwann trifft er vielleicht eine Frau, mit der es einfach passt wie zwei Legosteine. Aber eine Garantie dafür gibt es nicht, und schon gar keinen Zeitplan.
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Er glaubt fest ans “Glück haben”. Genau das macht ihn unaufmerksam: Er übersieht die Signale von Frauen, die ihr Interesse nicht direkt aussprechen, sondern subtil zeigen.
Stufe 3: Der einsame Perfektionist
Der einsame Perfektionist ist besessen von Idealen: die ideale Frau, das ideale Date, die ideale Gesprächstechnik. Sein Drang, jedes Detail perfektionieren zu wollen, erzeugt permanente Unsicherheit. Und diese Unsicherheit hält ihn davon ab, sein angesammeltes Wissen jemals in die Praxis umzusetzen.
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Der einsame Perfektionist steht über dem Abwarter und dem Gelegenheits-Romantiker, weil er sich ernsthaft für das Thema interessiert und kontinuierlich an seinem Ziel arbeitet.
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Seine größte Schwäche ist die Angst, sich zu blamieren oder eine Abfuhr zu kassieren. Diese tiefsitzende Angst stammt oft aus früheren Erfahrungen oder einer schmerzhaften vergangenen Beziehung. Auch Männer ganz ohne Dating-Erfahrung landen häufig in dieser Kategorie: Sie zerdenken das Thema so lange, bis aus der Theorie echte Angst vor dem realen Date geworden ist.
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Der einzige Ausweg aus diesem Dilemma: Der einsame Perfektionist muss raus aus seiner Studierstube und rein ins echte Leben. Nur regelmäßige, echte Verabredungen können sein verkopftes Bild von Frauen durch reale, positive Erfahrungen ersetzen.
Im nächsten Teil dieser Serie schauen wir uns die oberen Entwicklungsstufen an und du erfährst, was möglich wird, wenn du dich wirklich auf das Thema einlässt.