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F Flirtgeheimnisse

Liebestest: Bist du verliebt oder ist es Freundschaft?

Der Liebestest stellt dir 12 Aussagen zu deinem Verhalten und deinen Gefühlen: ob du oft an sie denkst, nervös wirst, dir Kleinigkeiten merkst, an eine gemeinsame Zukunft denkst. Jede Antwort bringt 0 bis 3 Punkte, das Ergebnis ist ein Prozentwert von 0 bis 100 und eine von vier Einordnungen: eher Freundschaft, unsicher, ernsthaft interessiert oder frisch verliebt. Kein Namensorakel, kein Sternzeichen, sondern Selbstreflexion in zwei Minuten.

Der Liebestest

12 Aussagen, vier Antwortstufen, rund zwei Minuten. Antworte so, wie es gerade ist, nicht so, wie du es gern hättest.

Selbstreflexion
Frage 1 von 12 0 %
1. Ich denke mehrmals am Tag an sie, auch wenn gerade nichts Konkretes ansteht.
Wähle eine Antwort, dann geht es automatisch weiter.

Was der Test misst

Die 12 Aussagen sind nicht zufällig gewählt. Sie decken die drei Komponenten ab, mit denen der Psychologe Robert J. Sternberg Liebe beschreibt: Leidenschaft, Intimität und Bindung. Verliebtheit zeigt sich vor allem in der ersten Komponente, Freundschaft in der zweiten, und ob etwas Ernstes daraus wird, in der dritten. Der Test gewichtet die Leidenschaft am stärksten, weil die Frage „Bin ich verliebt?“ genau darauf zielt.

Leidenschaft

6 von 12 Aussagen

Anziehung, Kopfkino, Nervosität, Eifersucht, das Vermissen. Der Teil, der bei Verliebtheit auf Hochtouren läuft.

Intimität

4 von 12 Aussagen

Nähe und Vertrautheit: Kleinigkeiten wahrnehmen, sich zeigen wollen, ihr Wohl im Blick haben, von ihr erzählen.

Bindung

2 von 12 Aussagen

Die Entscheidung, dass es weitergehen soll: Zukunftsgedanken, Pläne verschieben, Zeit investieren.

So wird gerechnet

Jede Aussage hat vier Antwortstufen: „Trifft nicht zu“ (0 Punkte), „Trifft eher nicht zu“ (1 Punkt), „Trifft eher zu“ (2 Punkte) und „Trifft voll zu“ (3 Punkte). Die Punkte werden addiert, das Maximum liegt bei 36 Punkten. Der Prozentwert ist die Summe geteilt durch 36, mal 100, kaufmännisch gerundet. Alle Aussagen zählen gleich viel; es gibt keine Gewichtung einzelner Fragen und keine versteckten Faktoren.

Beispiel: Du antwortest achtmal mit „Trifft voll zu“ (24 Punkte), dreimal mit „Trifft eher zu“ (6 Punkte) und einmal mit „Trifft eher nicht zu“ (1 Punkt). Das sind 31 von 36 Punkten, also 31 ÷ 36 × 100 = 86 Prozent. Ergebnis: frisch verliebt.

Die vier Ergebnisstufen

Prozent Punkte Einordnung Typisches Muster
0 bis 34 % 0 bis 12 Eher Freundschaft Sympathie ja, Verliebtheit eher nicht.
35 bis 59 % 13 bis 21 Unsicher Gemischte Signale, offener Ausgang.
60 bis 79 % 22 bis 28 Ernsthaft interessiert Echtes Interesse mit klarem Kopf.
80 bis 100 % 29 bis 36 Frisch verliebt Starke Gefühle, hohe Aufmerksamkeit, viel Kopfkino.

Verliebtheit oder Liebe: die Dreieckstheorie

Sternberg veröffentlichte seine Dreieckstheorie der Liebe 1986. Ihr Kern: Liebe besteht aus drei Komponenten, die unabhängig voneinander stark oder schwach sein können. Intimität ist die emotionale Nähe, das Gefühl, jemanden zu kennen und von ihm gekannt zu werden. Leidenschaft ist die Anziehung, körperlich und emotional, mit allem Kopfkino, das dazugehört. Bindung ist die Entscheidung: kurzfristig die, dass man jemanden liebt, langfristig die, dass man bleibt.

Aus den Kombinationen ergeben sich verschiedene Arten von Liebe. Verliebtheit ist in diesem Modell Leidenschaft ohne die beiden anderen Komponenten: intensiv, aber ohne Vertrautheit und ohne Entscheidung. Genau deshalb fühlt sie sich so stark an und ist trotzdem kein verlässlicher Hinweis darauf, ob zwei Menschen zusammenpassen. Freundschaft ist das Gegenstück: Intimität ohne Leidenschaft. Beides ist echt, beides ist wertvoll, aber es ist nicht dasselbe.

Art der Liebe Intimität Leidenschaft Bindung Hinweis
Sympathie / Freundschaft ja – – Nähe ohne Anziehung. Im Test meist unter 35 %.
Verliebtheit – ja – Anziehung ohne Vertrautheit. Hoher Wert, oft über 80 %, aber jung.
Romantische Liebe ja ja – Anziehung plus Nähe, die Zukunft noch offen.
Kameradschaftliche Liebe ja – ja Nähe und Verbindlichkeit, die Leidenschaft ruhiger.
Vollkommene Liebe ja ja ja Alle drei Komponenten. Braucht Zeit, nicht nur Gefühl.

Was das für dich heißt: Ein hoher Wert im Test sagt, dass du verliebt bist. Er sagt nicht, dass sie die Richtige ist, und er sagt nichts darüber, was sie empfindet. Die Psychologin Dorothy Tennov hat für den Zustand der intensiven Verliebtheit den Begriff „Limerenz“ geprägt und beschrieben, wie sehr er das Denken einengt: Man deutet jedes Signal in die gewünschte Richtung. Deshalb ist der wichtigste nächste Schritt bei einem hohen Wert nicht die große Geste, sondern das nüchterne Hinsehen, was von ihr zurückkommt. Wie das geht, steht im Artikel Desinteresse erkennen: Wann ein Nein ein Nein ist.

Ein mittlerer Wert ist oft der interessanteste. Er heißt meistens: Du kennst sie noch nicht gut genug, um es zu wissen. Das lässt sich ändern, und zwar mit Gesprächen, nicht mit Grübeln. Die Rubrik Gesprächsführung zeigt, wie aus Smalltalk ein Gespräch wird, das mehr über euch beide verrät. Und wenn du dich fragst, in welche Kategorie sie dich einordnet, hilft der Artikel Bekanntschaft, Freund oder Mann mit Potenzial.

Grenzen des Tests

  • Der Test ist Unterhaltung und Selbstreflexion. Er ist kein validiertes psychologisches Instrument und ersetzt keine Beratung. Wer unter seinen Gefühlen leidet, etwa bei zwanghaften Gedanken oder starker Eifersucht, findet Hilfe bei einer psychologischen Beratungsstelle, nicht in einem Online-Test.
  • Er fragt nur dich. Ob aus Verliebtheit eine Beziehung wird, entscheidet ihr beide, und ihre Seite kennt der Test nicht.
  • Er misst eine Momentaufnahme. Verliebtheit schwankt, mit dem Schlaf, mit der letzten Nachricht, mit dem Wochentag. Ein Ergebnis von heute kann in drei Wochen anders aussehen.
  • Die Aussagen sind bewusst einfach gehalten. Wer beim Antworten überlegt, was „gut“ aussieht, bekommt ein Ergebnis über sein Wunschbild, nicht über sich.

Häufige Fragen

Wie zuverlässig ist ein Liebestest?

So zuverlässig wie deine Antworten, und nicht mehr. Der Test misst nicht Liebe, sondern wie stark bestimmte Verhaltensweisen und Gefühle bei dir gerade ausgeprägt sind. Er ist kein psychologisches Instrument und keine Diagnose. Nimm ihn als Anlass, ehrlich hinzusehen, nicht als Urteil.

Woran merke ich, ob ich verliebt bin oder es nur Freundschaft ist?

An dem, was zur Sympathie dazukommt: Denkst du ungefragt an sie, bist du nervös, sticht es dich, wenn sie von anderen Männern erzählt, fühlt sich eine Umarmung anders an als bei Freundinnen? Wenn ja, ist Leidenschaft im Spiel. Fehlen diese Dinge, magst du sie, bist aber nicht verliebt. Beides ist in Ordnung.

Was ist der Unterschied zwischen verliebt sein und lieben?

Verliebtheit ist ein Zustand: intensiv, unruhig, stark von Anziehung getrieben, und nach einigen Monaten vorbei. Liebe im Sinn von Sternbergs Modell braucht zusätzlich Intimität und Bindung, also Vertrautheit und die Entscheidung, zu bleiben. Verliebtheit kann der Anfang von Liebe sein, muss es aber nicht.

Kann ich den Test für sie machen, also aus ihrer Sicht?

Besser nicht. Du würdest raten, und Verliebte raten in ihre Richtung. Ob sie etwas für dich empfindet, erkennst du an ihrem Verhalten: Meldet sie sich von sich aus, fragt sie nach, macht sie Zeit frei? Wie du diese Signale liest und ein Nein erkennst, steht im Artikel zum Desinteresse erkennen.

Mein Ergebnis ist niedrig, obwohl ich sie mag. Ist etwas falsch mit mir?

Nein. Ein niedriger Wert heißt nicht, dass du nicht lieben kannst, sondern dass bei dieser Person die Merkmale von Verliebtheit gerade fehlen. Manche Menschen verlieben sich langsam, und manche Beziehungen beginnen als Freundschaft. Wiederhole den Test in ein paar Wochen, wenn du dir unsicher bist.

Werden meine Antworten gespeichert?

Nein. Der Test läuft komplett in deinem Browser. Es wird nichts an uns oder an Dritte gesendet, und nach dem Neuladen der Seite sind die Antworten weg. Der Button „Ergebnis kopieren“ legt nur einen kurzen Text in deine Zwischenablage.

Quellen

  • Sternberg, Robert J.: A triangular theory of love. In: Psychological Review, Band 93, Heft 2, 1986, S. 119–135.
  • Sternberg, Robert J.: The Triangle of Love: Intimacy, Passion, Commitment. Basic Books, New York 1988.
  • Tennov, Dorothy: Love and Limerence: The Experience of Being in Love. Stein and Day, New York 1979.
  • Fisher, Helen E.; Aron, Arthur; Brown, Lucy L.: Romantic love: an fMRI study of a neural mechanism for mate choice. In: Journal of Comparative Neurology, Band 493, Heft 1, 2005, S. 58–62.

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