Flirten wie ein Profi, Teil 1
Was ist Flirten und warum ist es beim Verführen so wichtig?
Flirten ist eine soziale Kunst: Ein Mann oder eine Frau deutet durch spielerische Bemerkungen, Blicke oder Gesten ein Maß an Vertrautheit an, das eigentlich erst zu einer engeren Beziehung gehört. Geflirtet wird, seit es Menschen gibt, mal aus echter Anziehung, mal einfach aus Freude am Spiel.
In unserer Kultur ist Flirten völlig akzeptiert, solange du dich an die Grundregeln des Respekts hältst: keine Berührungen ohne Einverständnis, kein Bedrängen, kein Übergehen von Signalen. Meist läuft Flirten über subtile verbale Botschaften ab und, in den allermeisten Situationen, über Körpersprache.
Denn deine Körpersprache kann ausdrücken, was du einer attraktiven Frau nicht direkt ins Gesicht sagen kannst.
Männer und Frauen flirten gleichermaßen. Leider gibt es immer noch ein Ungleichgewicht in der Wahrnehmung: Frauen, die offensiv flirten, werden schnell in ein schlechtes Licht gerückt. Das ist Unsinn. Beide Seiten dürfen ihre Anziehung genauso ausdrücken, wie es sich für sie richtig anfühlt.
Wenn du also mit einer Frau ausgehst, die neckt und flirtet, dann nimm das als Kompliment. Halte sie nicht für weniger respektabel, nur weil sie gern flirtet und es auch noch gut kann. Warum? Ganz einfach: Du möchtest ja auch nicht schief angeschaut werden, nur weil du flirtest.
Wie machst du dein Flirten wirkungsvoll?
Flirten hat viele Formen: Manche Techniken sind subtil, andere deutlich direkter. Es liegt an dir, die Methoden auszuwählen, die zu dir und zu deinem Date passen.
Achte dabei genau auf die stimmlichen, verbalen und nonverbalen Signale deines Gegenübers. Wenn dein Date mit Anspielungen nichts anfangen kann, wechsle lieber auf die Ebene der Körpersprache, um deine Botschaft rüberzubringen.
Beim ersten Date solltest du strategisch flirten und dir die richtigen Momente aussuchen, sonst wirkst du schnell aufdringlich. Verzichte außerdem auf Berührungen, selbst auf ihre Hand, solange sie nicht von sich aus den ersten Schritt macht. Ihre eigene Berührung ist das sicherste und klarste Signal, dass auch du sie berühren darfst, ohne eine Grenze zu überschreiten.
Manche Männer gehen beim ersten Date sehr forsch vor. Das geht oft nach hinten los: Was sich für dich wie ein harmloser Flirt anfühlt, kann bei ihr als Grenzüberschreitung ankommen. Lies ihre Signale aufmerksam und respektiere jedes Zögern sofort. Das ist keine Schwäche, sondern die Grundlage für echtes Vertrauen.
Hier kommen die ersten beiden Flirt-Techniken. Weitere folgen im nächsten Teil dieser Serie!
1. Sei schonungslos ehrlich
Ein Wort vorweg: Diese Technik braucht Fingerspitzengefühl! Schonungslose Ehrlichkeit funktioniert beim Flirten aus zwei Gründen besonders gut. Erstens umgeht sie die üblichen Abwehrreflexe einer Frau, weil du deine Absicht direkt aussprichst. Zweitens widerlegt sie das Klischee, dass Männer nie klar sagen, was sie eigentlich wollen. Kommt dir bekannt vor? Eben!
Schonungslos ehrlich zu sein bedeutet aber nicht, verletzend zu werden. Es geht vielmehr darum, komplett ehrlich mit dir selbst und mit deinem Date zu sein.
Wenn du dein Date attraktiv findest und die Spannung zwischen euch spürst, kannst du zum Beispiel sagen: “Weißt du, ich lebe schon so lange in dieser Stadt, aber so eine intensive Verbindung wie mit dir habe ich noch nie gespürt.” Vergleiche das mal mit einem plumpen Spruch über ihr Aussehen. Der Unterschied ist Welten groß.
Du kannst schonungslos ehrlich sein und trotzdem stilvoll bleiben. Merk dir das!
2. Nimm dich selbst als Traummann aus dem Rennen
Das klingt erst mal verrückt, aber es gibt Situationen, in denen du umso interessanter wirst, je mehr du dich selbst augenzwinkernd als Partnermaterial abschreibst.
Warum? Unser Unterbewusstsein, also der Teil des Kopfes, der für die stärksten Emotionen und Impulse zuständig ist, versteht Aussagen vor allem im Kern, nicht in der Verneinung. Wenn du also mit einem Grinsen sagst “Ich bin wirklich furchtbares Freund-Material”, schwingt unterschwellig mit, dass genau das Gegenteil stimmt.
Dich selbst aus dem Rennen zu nehmen macht dich außerdem faszinierender. Frauen sind es gewohnt (und meistens auch leid), dass Männer sich ständig größer machen, als sie sind. Ein ironisches Understatement wirkt dagegen erfrischend attraktiv, weil du souverän genug bist, über echte oder erfundene Schwächen zu lachen.
Wenn du diese Technik ausprobieren willst, dann folge auf jede selbstironische Aussage ein vertiefender Nachsatz, etwa: “Ich bin sicher nicht der Beste, aber für dich würde ich mir ehrlich Mühe geben.” Spätestens wenn du es live ausprobierst, wirst du verstehen, wie gut das funktioniert!